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COMEDD stellt einzeln ansteuerbare OLED-Leuchtflächen auf der LOPE-C aus

Comedd und das Fraunhofer IPMS Institut zeigen bei der LOPE-C einzeln ansteuerbare OLED Leuchflächen aus.

Sie können transparent sein, wenn sie ausgeschaltet sind. Sie können auf sehr dünnem Glas oder Folie aufgebracht sein. Ganz verschiedene Farben, Farbtemperaturen und Formen sind herstellbar. Sie können per Berührung an- und ausgeschaltet oder einfach gedimmt werden. Schließlich lassen sie sich so ansteuern, dass einzelne Bereiche einer Leuchte unterschiedlich hell erscheinen oder dunkel bleiben, aber auch variierende Muster dargestellt werden können – dies wird als dynamisches Licht bezeichnet.

COMEDD (Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden) ist als Zentrum der OLED-Forschung in Europa etabliert und hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von OLED-Flächenleuchtmitteln entwickelt und im Kundenauftrag gefertigt. Unter der Marke TABOLA® sind OLED-Module aus diesem Baukasten bereits erhältlich. Nicht nur die Formatgröße ist wählbar, sondern auch die Anordnung der Leiterbahnen zur Stromverteilung (Grid) kann nach individuellem Design gestaltet werden.

Dr. Christian May, stellvertretender Institutsleiter des COMEDD, erklärt stolz: »Das COMEDD-Baukastenprinzip ermöglicht – ausgehend von einigen Standardformaten, die schnell und regelmäßig als Erstmuster lieferbar sind – diese ganze Bandbreite an OLED-Leuchtmitteln bis zu einer Größe von 33 cm x 33 cm. Als erste wirkliche Flächenleuchte kann die OLED so gestaltet werden, dass einzelne Segmente per Fernsteuerung unterschiedlich gedimmt oder an- und ausgeschaltet werden können. Dies ergibt einen völlig neuen Lichteindruck, den man ganz nach Belieben und Laune verändern kann.«

Kann man sich zunächst vor allem dynamisches Licht für den Wohn- und Wohlfühlbereich vorstellen, so spielt es auch in technischen Beleuchtungslösungen eine Rolle. Es ist möglich, zu einem festgelegten Zeitpunkt gezielt Licht in einer bestimmten Helligkeit auf eine Probe, ein Werkstück oder einen Maschinenbereich zu lenken. Je nach OLED-Aufbau sind diese Einstellungen per Handy oder Laptop ständig neu und einfach konfigurierbar. Angesichts der neuartigen Möglichkeiten ist es nicht verwunderlich, dass sich Designer und Leuchtenhersteller aus aller Welt für diese neue Art des Lichtes begeistern können. Im Moment arbeiten die COMEDD-Forscher daran, flächige Beleuchtung auch auf flexiblen Materialien wie Plastik- und Metallfolien zu ermöglichen. Wechselnde Farben und transparente Folienleuchtbahnen sind in greifbare Nähe gerückt.

Neben dem Messestand wird COMEDD die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der OLED-Beleuchtung ebenfalls in verschiedenen Vorträgen vorstellen. Den Eröffnungsvortrag am 3. Konferenztag, den 21. Juni, um 9.00 Uhr wird Professor Karl Leo zum Thema »Recent Progress in Small Molecule Organic Devices« halten. Weitere Beiträge liefern Dr. Michael Törker am 20. Juni, um 11.30 Uhr und Dr. Stefan Mogck am 21. Juni, um 12.40 Uhr zu den Themen »Transparent OLEDs for signage and decorative lighting applications« und »Roll-to-Roll encapsulation and defect characterization of flexible OLED devices«.

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