
NOVALED, weltweit führend in energieeffizienten OLEDs, präsentiert auf der light+building 2010 in Frankfurt (Halle 4.1, Stand J51) das Ergebnis viermonatiger Projektarbeit zu OLEDs in der Leuchtenanwendung. Die gemeinsam mit dem führenden deutschen Leuchtenhersteller TRILUX entwickelte Konzeptstudie basiert auf dessen LED Bürohängeleuchte „Enspiro“ und erweitert diese um 20 ultraflache transparente OLED Module.
OLEDs sind neue, extrem dünne flächige Lichtquellen, die homogen Licht abstrahlen. Ihre besonderen Eigenschaften wie Transparenz, natürliche Lichtfarben und Flexibilität im Design kündigen eine Lichtrevolution an. „Vor allem Architekten und Designern wird die neue Technologie bislang ungeahnte Gestaltungsspielräume eröffnen. Die Studie demonstriert dies heute schon eindrucksvoll“, so Gerd Günther, CMO der NOVALED AG. Auch bei TRILUX zeigt man sich vom Ergebnis beeindruckt: „Es steht außer Frage, dass OLED mittelfristig der nächste Schritt in der Entwicklung der LED-Technologie in unserer Branche sein werden. In der Zusammenarbeit mit einem der führenden Unternehmen im Bereich OLED-Technologien haben wir wertvolle Erkenntnisse zur Zukunft des Lichts gesammelt“, so Dietmar Zembrot, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei TRILUX.
Mit der OLED Enspiro ist auf der Frankfurter Weltleitmesse für Architektur und Technik keine Labor-Anwendung zu sehen, sondern eine funktionstüchtige Leuchte, die in dieser oder ähnlicher Form in Büroräumen zum Einsatz kommen könnte. Die Enspiro wurde aus formal-gestalterischen Erwägungen als Basismodell ausgewählt: Ihre Grundform mit quadratischen Ausschnitten passt hervorragend zu den ebenfalls quadratischen OLED-Modulen. Die insgesamt 20, je zehn mal zehn Zentimeter großen OLEDs ergänzen das gerichtete, präzise Licht je zweier direkt und indirekt strahlender LED-Module um diffuses, flächiges Licht. In der Kombination mit LEDs spielen OLEDs als Flächenlichtquelle ihre Stärken aus und erzeugen ein angenehmes, homogenes, blendfreies Licht, das nahezu schattenfrei ist. „Die OLED Enspiro verdeutlicht“, so Gerd Günther, „dass die OLED-Technologie eine sinnvolle Ergänzung zu vorhandenen Lichtquellen, wie zum Beispiel für LEDs und andere Punktlichtstrahler, sein wird. Unsere Konzeptstudie illustriert sehr gut die NOVALED Strategie, gemeinsam mit Leuchtenherstellern daran zu arbeiten, OLEDs für den Lichtmarkt einsatzbereit zu haben.“
Chancen ausloten
Im Fokus der Projektarbeit standen für TRILUX die lichttechnischen und gestalterischen Möglichkeiten und Chancen der neuen Technologie. „OLED kombinieren die bekannten Vorteile von LED, wie hohe Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in der Anwendung, mit völlig neuartigen Möglichkeiten der Lichtgestaltung“, so Dietmar Zembrot. Sehr zufrieden zeigen sich die Entwickler mit dem Ergebnis der Studie: „Helligkeit, Transparenz und Lichtwirkung – das Resultat übertrifft unsere Erwartungen.“ Jedoch sehen die Arnsberger auf dem Weg zur Serienreife – neben den noch hohen Kosten – weitere Herausforderungen wie limitierte OLED Kapazitäten und begrenzte Verfügbarkeit von elektronischem Zubehör.
Lichtkomposition 2.0
Mit der Präsentation der OLED Enspiro ist das Kooperationsprojekt erfolgreich abgeschlossen. „Unser Ziel war zu zeigen, dass OLED Technologie bereits heute Fuß in der Anwendung fasst. Early Adopters wie TRILUX weisen den Weg“, so Gerd Günther. Waren OLED bislang eher ein Thema für Displays wie etwa von Mobiltelefonen, wird sich dies nach Überzeugung der Dresdner Spezialisten bald ändern. „OLEDs sind eben nicht nur das Leuchtmittel, sondern zugleich auch die Leuchte oder Teil eines Möbels oder Wohnraumelements“, so Gerd Günther. „Wir verstehen OLEDs als ein zusätzliches Element für völlig neue Lichtkompositionen.“ Aufgrund ihrer Eigenschaften lassen sich OLED auf unterschiedlichste Träger aufbringen, z.B. Glas oder Metall, zukünftig auch auf gebogene Materialien. Damit werden Anwendungen möglich, die bisher nicht vorstellbar waren, wie transparente Tag-Nach-Fenster. „Besonders“, so ist Gerd Günther überzeugt, „werden Architekten und Designer von den neuen Möglichkeiten profitieren.“
Ähnliche Beiträge:







