Samsung Apple unterzeichnen Vertrag 100 Millionen 5.5“ AMOLED Displays ab 2017

Im letzten Monat berichtete ETNews, dass Apple Samsung als Hauptlieferant von OLEDs für die kommende iPhone Generation auserkoren hat. Die beiden Unternehmen sollen einen offiziellen Vertrag über die Lieferung flexibler OLEDs für das kommende iPhone, beginnend mit 2017, unterzeichnet haben.
Eine weitere koreanische Nachrichtenagentur, Yonhap News, bestätigte die Geschichte und ergänzte einige Details. Auch wenn noch nichts offiziell ist (SDC verweigerte jeden Kommentar) berichtet Yonhap, dass Samsung Display zusagte, pro Jahr 100 Millionen 5.5“ AMOLED Panels an Apple zu liefern. Die Auslieferung soll 2017 beginnen, die Vertragslaufzeit beträgt 3 Jahre und der Wert der Vereinbarung wird mit 2.6 Milliarden USD jährlich beziffert.

Sollten sich diese Berichte bestätigen, wären dies hervorragende Neuigkeiten für die OLED Industrie. Samsung stellte 2015 200-250 Millionen AMOLEDs her, zusätzliche 100 Millionen 5.5“ Displays würden die Kapazität somit dramatisch steigern. Gemäß früheren Berichten handelt es sich bei diesen Displays um flexible AMOLEDs.

Die Summe des Deals erscheint zunächst etwas niedrig, bedeutet sie doch Kosten von nur 26.- USD pro Display. IHS zum Vergleich schätzt die Kosten des im GS7 verwendeten 5.1“ QHD Super AMOLED Displays mit USD 55.-. Apple wird zweifelsfrei ein Display in Spitzenqualität benötigen, und bei 5.5“ sollte selbst ein Glasdisplay (geschweige dem ein flexibles) mehr als USD 26.- kosten.

Samsung beschloss erst kürzlich die Kapazität seiner A3 flexiblen OLED Linie zu verdoppeln. Das Unternehmen vergab Aufträge um rund USD 325 Millionen um die Kapazität von monatlich 15.000 auf 30.000 Substrate zu erhöhen. Der zeitliche Horizont für diese neue Kapazität ist Anfang 2017. Somit sollte Samsung zumindest was die Kapazitäten betrifft in der Lage sein, diese große Anzahl an Displays an Apple zu liefern.

Der Bericht von ETNews besagte, dass SDC zwischen 50% – 80% aller OLEDs für Apple zur Verfügung stellen wird. Apple sucht also nach einem weiteren Lieferanten, und wie ETNews berichtete, kämpfen andere Displayhersteller darum, Apples zweiter OLED Lieferant zu werden. Eine hohe Chance besteht dabei für LG Display, doch konnte das Unternehmen bisher noch nicht ausreichend Produktionskapazitäten sichern. Weitere Mitbewerber von LGD um das Apple OLED Geschäft sind Sharp/FoxConn und Japan Display, wobei davon auszugehen ist, dass Sharp im kommenden Jahr noch nicht bereit sein wird OLEDs zu liefern.

Quelle

About Erich Strasser

OLED Experte Erich Strasser beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit Organic light emitting diodes

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