Das Handelsblatt führte ein Interview mit Sony Manager Katsumi Ihara. Anbei die wichtigsten Passagen indem es um Sonys 11-Zoll OLED-TV dreht.
Herr Ihara, früher einmal war Sony für seine originellen Produkte berühmt. Hat Ihr Unternehmen heute noch den Mut, pfiffige Neuigkeiten auf den Markt zu bringen?
Katsumi Ihara: Sony ist ein riesiges Unternehmen geworden. Wir brauchen in bestimmten Bereichen einen gewaltigen Umsatz. Doch zugleich benötigen wir innovative Produkte, die – auch wenn sie nicht so viel zum Geschäft beitragen – die Aufmerksamkeit der Leute auf sich ziehen. Unser neuer Fernseher auf Basis organischer Leuchtdioden (Oled – „organic light-emitting diode“) zählt dazu, und auch der tanzende Musikspieler Rolly fällt in diese Kategorie.
Werden wir mehr davon sehen?
Ich ermuntere die Ingenieure, mit neuen Ideen wie diesen nach vorne zu treten. Das ist es, was Sony ausmacht. Der Oled-Fernseher ist das erste Produkt seiner Art auf dem Markt. Sehen Sie, wie gut die Bildqualität ist? Das Panel ist nur drei Millimeter dick. Das hier ist wirklich neueste Technik.
Wann kommt dieses Produkt nach Deutschland?
Das ist noch nicht entschieden. Wir bringen es zuerst in Japan auf den Markt und warten auf die Rückmeldungen der Kunden, bevor wir den Weltmarkt angehen – vermutlich nächstes Jahr.
Das Problem mit der Lebensdauer der blauen Dioden ist gelöst?
Ja. Wir haben eine komplett neue Technik entwickelt, um eine längere Lebensdauer zu erreichen. Nun rechnen wir damit, dass ein normaler Benutzer zehn Jahre lang etwas davon hat.
Welchen Marktanteil wollen Sie in zehn Jahren mit dieser Technik haben?
Wir sind in diesem Jahr mit einem ersten 11-Zoll-Modell gestartet. Unsere Produktionskapazität liegt derzeit nur bei 2 000 Stück pro Monat. Aber wir wollen auch größere Bildschirme entwickeln und auf den Markt bringen. Unsere Ingenieure arbeiten derzeit mit Hochdruck daran. Aber es ist zu früh zu sagen, wann wir einen deutlich größeren Oled-Bildschirm anbieten können.