Universal Display OLED-Aktien kaufen?

Ausblick OLED Markt 2015

  • Universal Display ist im Moment stark auf Samsung Display angewiesen, und nur ein Kunde drückt den Aktienpreis stark herunter.
  • Doch das wird sich mit  neuen OLED-Herstellern bald ändern.
  • Wir erwarten, dass LG Display, EverDisplay, Konica Minolta, Philips, LG Chem und BOE in Kürze auch wichtige Kunden für UDC werden.

Universal Display ist zurzeit noch stark auf Samsung angewiesen. Im Jahr 2013 machte UDC 144,6 Millionen Dollar Gewinn. Die Lizenzgebühr für SDC betrug 40 Millionen, und der Materialumsatz von UDC wird auf 85 Millionen geschätzt. Daher ist Samsung (OTC:SSNLF) für etwa 85% des Umsatzes von UDC in 2013 verantwortlich. Nur einen großen Kunden zu haben ist logischerweise schlecht für das Geschäft und scheint den Aktienkurs stark unter Druck zu halten.
Der zweitgrößte Kunde von UDC ist LG Display. LG-Display stellt zurzeit flexible OLEDs in einer relativ kleinen Gen-4.5 (730×920 mm Substrate) Pilot-Serie mit einer monatlichen Kapazität von 6.000 Substraten her. Im Bezug auf den Materialumsatz zu SAmsung Display  mit deren momentaner Kapazität von 140.000 Gen-5.5 (1300×1500 mm) Substraten pro Monat (ungefähr 67 Mal größer als LGDs flexible OLED-Serie) ist dies für UDC unbedeutend. Selbst die Flexible-OLED-Serie von Samsung hat mehr Kapazität als die Gesamtkapazität von LGD (8.000 Gen-5.5 Substrate monatlich). LGD plant, seine Kapazität für Flexible-OLEDs bis zum Ende 2014 zu erhöhen, und das Unternehmen denkt auch über die Einführung einer Gen-6 Flexible-OLED-Serie nach.

Doch die Pläne von LG für OLED-TVs sind interessanter. LG ist bereit zum Start der Produktion von Panels in ihrer Gen-8 M2 Fabrik in Paju.  Deren anfängliche Kapazität soll 26.000 Substrate im Monat betragen (jedes mit einer Größe von 2160×2400 mm) – zusätzlich zu der momentan 8.000 Substrate-Kapazität pro Monat der Pilot-Serie des Unternehmens. Das ist mehr als die Hälfte der momentan verfügbaren Kapazität von SDC.

Das bedeutet dass LGD im Jahr 2015 der zweitgrößte Kunde von UDC sein wird (LGD benutzt eine unterschiedliche Architektur mit weißen OLEDs, und es ist immer noch nicht bekannt, welche Materialien sie von UDC beziehen).

Als Samsung ihren Langzeit-Lizenzvertrag mit UDC unterzeichnete (August 2011), besaßen sie ungefähr halb so viel ihre heutige AMOLED-Kapazität. Das bedeutet dass, wenn die M2-Fabrik bei Vollauslast produziert (26.000 Substrate monatlich), LG mehr Materialien von UDC kaufen werden muss als Samsung bei der Unterzeichnung des Vertrages 2011.

Doch LGD ist dabei nicht allein, und ich erwarte dass mehr Mitspieler kurzfristig mit der Massenproduktion von OLEDs beginnen werden – alle mit UDCs PHOLED-Technologie und –Materialien.

Der erste ist Chinas Everdisplay (EDO). Das Unternehmen hat kürzlich bestätigt, dass es plant, Ende 2014 mit der Massenproduktion von 5-, 5,5- und 6-Zoll AMOLED-Panels zu beginnen. Everdisplay errichtet dazu eine Gen-4.5-Fabrik mit einer anfänglichen monatlichen Kapazität von 15.000 Substraten.

Ein weiterer wichtiger Mitspieler aus China ist BOE Display. Das Unternehmen hat vor kurzem seinen Evaluierungsvertrag mit UDC verlängert. Es wird erwartet, dass BOE mit ihrer zukünftigen Gen-5.5-Fabrik in Ordos mit der Produktion von AMOLEDs beginnen wird. Diese Fabrik wird eine monatliche Kapazität von 55.000 Substraten haben (sie wird benutzt um sowohl LTPS-LCDs und AMOLEDs zu produzieren, dabei ist nicht klar, wie viel Kapazität den AMOLEDs zugesichert wird). BOE betreibt auch eine Pilot Gen-8 AMOLED-Fabrik in Hefei für OLED-TV-Panels, aber die Massenproduktion dort wird erst später beginnen.

Als nächstes haben wir Konica Minolta, die erste Firma die den Versuch der OLED-Beleuchtung Massenproduktion starten wird. Ende 2014 soll KM eine Roll-to-Roll-Fabrik betreiben, die 1 Million flexible OLED-Lighting-Panels pro Monat produzieren soll (jedes mit einem Bereich der einem 5-Zoll-Displaypanel entsprechen soll). KM hat 2008 eine Lizenzvereinbarung mit UDC unterschrieben.

Wir erwarten, dass andere wichtige OLED Leuchten -Unternehmen (vor allem Philips  und LG Chem) sehr bald ihre Pläne zur Massenproduktion verlauten lassen werden. Sowohl LG-Chem  als auch Philips werden nicht zulassen, dass Konica Minolta ihren Markt übernehmen, nachdem sie in vergangenen Jahren Millionen von Dollar in Technologie und Marketing investiert haben. LG Chem verwendet seit Jahren PHOLEDs von UDC, und Philips hat vor kurzem einen Evaluierungsvertrag mit UDC unterzeichnet – und wie immer wird erwartet, dass effiziente OLED-Panels phosphoreszierende Emitter übernehmen werden müssen.

Natürlich wird auch von Samsung erwartet, dass die ihre AMOLED-Produktionskapazität erhöhen werden, da das Unternehmen AMOLEDs für Mittelklassehandys, Tablets und Wearables adaptieren will. Zusätzlich erhöhen sich die Lizenzgebühren von SDC jedes Jahr (2014 werden sie 50 Millionen Dollar betragen). Das sind natürlich großartige Neuigkeiten für UDC. Während UDC im nächsten Jahr mehr als nur einige Schlüsselkunden haben wird, wird Samsung Display höchstwahrscheinlich für mindestens noch ein Jahr der wichtigste bleiben.


Credit_Photo_to_Universal_Display_Corporation

Summary
Reviewer
Erich Strasser
Review Date
Reviewed Item
OLED Aktien
Author Rating
5

About Erich Strasser

OLED Experte Erich Strasser beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit Organic light emitting diodes

Schreib einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.